fotolia 58372700Kinder haben nicht nur ein viel besseres Verhältnis zwischen Kraft und Körpergewicht, sondern sie bewegen sich beim Klettern von Natur aus richtig. Klettern ist letztendlich eine natürliche Bewegungsform für den Menschen und fällt Kindern daher besonders leicht - während Erwachsene dieses motorische Gedächtnis meist schon gelöscht haben. Kinder sind stark von ihrem Schwerpunkt abhängig. Man kann dies vor allem bei kleinen Kindern beim Laufen beobachten. Sie halten dabei den Schwerpunkt immer über dem jeweiligen Standfuss. Diese Technik zahlt sich beim Klettern aus. Den Schwerpunkt zentral unter der haltenden Hand zu halten, ist die Schlüsseltechnik zum so genannten Eindrehen. Eine Technik, die Erwachsene meist erst mühsam erlernen müssen und die Kinder ganz natürlich von Anfang richtig machen.

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Erfolgserlebnisse im Fels
Ein weiterer Punkt der das Klettern für Kinder attraktiv macht, ist auch der Erfolg. Er lässt sich beim Klettern direkt daran messen, ob man oben ankommt. Ein Vergleich mit anderen bleibt natürlich auch hier nicht aus, aber er ist nicht unbedingt nötig, um einen Erfolg zu spüren. Bei anderen Sportarten geht es meist darum einen Gegner zu schlagen, dies ist beim Klettern nicht unbedingt notwendig. Natürlich bleibt der Vergleichsdruck trotzdem nicht aus. Sicher wird sich jedes Kind mit den Erfolgen anderer Kinder vergleichen wollen. Das Entscheidende ist aber, dass es grundsätzlich auch möglich ist einen Erfolg zu verbuchen, indem man einfach sein eigenes Ziel erreicht hat.

Nun werden viele fragen: „Warum ist Erfolg überhaupt wichtig? Es wäre doch viel schöner, wenn dieser lästige Punkt überhaupt keine Rolle spielen würde.“ Leider ist die Mehrheit der Menschen aber nicht so ausgelegt und vor allem für Kinder ist dieser Aspekt essentiell. Der Wunsch etwas zu erreichen und sich zu beweisen ist hier sehr ausgeprägt. Das Schöne ist, dass man es im Klettern so entwickeln kann, dass der Vergleich mit anderen in den Hintergrund und andere Erfolge, wie das Durchsteigen einer Tour in den Vordergrund gerückt werden können.

Verantwortung & Gefahrenbewusstsein
Zusätzlich wichtig ist auch, dass der Klettersport viel Verantwortung mit sich bringt. Beim Klettern legt man sein eigenes Leben in die Hände des Menschen, der das andere Ende vom Seil festhält. Diese Verantwortung stellt natürlich eine grosse Herausforderung für Kinder dar und schult das Verständnis für die Realität. Klettern ist in dieser Hinsicht das genaue Gegenteil von Computerspielen, wo Taten überhaupt keine verständliche Konsequenz für Kinder haben.
Klettern ist aus sportorthopädischer Sicht unbedingt zu empfehlen, trainiert es doch alle wesentlichen sportlichen Aspekte – vor allem Kraft, Koordination, Beweglichkeit, Körperhaltung, kognitive Aspekte und psychosoziale Fertigkeiten. Aber ein Kind ist kein kleiner Erwachsener, sondern es gelten eigene Gesetzmässigkeiten - eben auch aus orthopädischer Sicht.

Der kindliche und jugendliche Bewegungsapparat ist für extreme Belastungen noch nicht ausgereift. Nachwuchstraining kann kein reduziertes Erwachsenentraining sein. Das Kinder- und Jugendtraining unterscheidet sich also grundsätzlich vom Erwachsenentraining.

Kindgerechtes Klettertraining
Auf keinen Fall darf der sportliche Erfolg unter dem Zwang und Druck von sich selbst verwirklichender und überehrgeiziger Eltern oder Trainer stehen. Der spielerische Charakter des Trainings steht somit im Vordergrund, Trainingsmethoden und -formen müssen altersgemäss sein. So ist das Knochenwachstum bei Jungen oft erst mit 18 Jahren endgültig abgeschlossen. Die Empfindlichkeit des Gewebes ist dabei als proportional zur Wachstumsgeschwindigkeit anzusehen.

Der heranwachsende Organismus ist demnach wesentlich stärker der Gefahr ausgesetzt, durch unphysiologische Trainingsreize und Trainingsformen Überlastungsschäden zu erleiden. Gerade beim Anfänger braucht der Bewegungsapparat Zeit, sich auf die Belastungen einzustellen. So ist die Muskulatur vielleicht in einem Jahr aufgebaut, die Sehnen, Gelenkkapseln und Bänder adaptieren sich aber deutlich langsamer.

Bei der Darstellung allgemein gültiger jugendlicher Entwicklungsprozesse darf man auch nicht vergessen, dass man es zwar mit einer Altersstufe zu tun hat, damit aber noch lange nicht alle den gleichen Entwicklungsstand haben. Mädchen sind im jugendlichen Alter den Buben oft um 1-2 Jahre voraus (Knochenwachstum, Koordination usw.). Auch innergeschlechtliche Unterschiede zwischen kalendarischem und biologischem Alter von bis zu 2 Jahren sind keine Seltenheit.

 

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